Die Fiesta nervt schon jetzt

Dass ich die jährlich stattfinde Fiesta hier am Ort nicht besonders mag, habe ich ja hier im Blog schon mehrmals angedeutet. Dieses Jahr nervt es aber schon Tage vorher.

Seit heute Morgen um acht Uhr stehen diese drei Männer da draußen und reinigen unter der Oberaufsicht des selbsternannten Dorfchefs mit einem sehr lauten und penetranten Dampfdruckreiniger die Plaza vom Staub, der sich durch die Bauarbeiten abgesetzt hat. Das ist ungefähr so sinnvoll, wie die Sahara staubsaugen zu wollen.

Spätestens am Freitag wird die ganze Plaza voller Stühle und Tische stehen und die Besucher werden ihr Abendessen verspeisen und spanientypisch wird man alles mögliche unter den Tisch fallen lassen. Und obwohl dann nachts immer gekehrt wird, sieht die Plaza spätestens am Montag wieder aus wie ein ungespültes Pizzablech.

Jedenfalls bin von dem mittlerweile schon sechs Stunden dauernden Dauerlärm ziemlich genervt.

La plaza

Kleine Bildlegende.

Mit Hut der selbsternannte Dorfchef, die Stühle stehen sonst das ganze Jahr in dem Pfarrhaus, das gerade mit 51.000 € Aufwand saniert wurde, das kleine Eckhaus hinter den Zypressen, wahrscheinlich das teuerste Stuhllager der Welt. An der Wand des Schulgebäudes im Hintergrund das Plakat, das dafür wirbt. Links bei den Männern das Franco-Denkmal, das zwar illegal ist, aber von vielen einheimischen Dorfbewohnern Hausbesitzern für unverzichtbar gehalten wird. Links die Bühne und der stählerne Kiosk, der für die Zeit der Fiesta da steht. Gegenüber an der Kirchenwand die Platten und die Böcke, die dann während der drei langen Picknickabende als Esstische dienen werden.  Das Foto gibt den Blick aus meinem Studio wieder.

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2 Antworten auf Die Fiesta nervt schon jetzt

  1. /depp/null sagt:

    meine eltern haben einige jahre ca 250m luftlinie vom lokalen Kirmesplatz gewohnt! 4 Tage 12stunden taeglich ueberlaute aktuelle ‘chart music’ vom autoscooter! ich leide mit dir .. :)

  2. Bohné sagt:

    Hi Stefan,
    das ist bei mir nicht anders. Mitte August findet hier im saarländischen Quierschied keine 300 Meter weit weg das traditionelle “Wambefeschd” statt. Und neben den üblichen Volksfestbegleiterscheinungen fühlt sich jedes Jahr – zu allem Unglück – auch noch einer der ortsansässigen Wirte berufen, spät des Nachts über die Gesamtbeschallung des Festes seine Schlager-Sangeskünste zum Besten zu geben…Sehr grenzwertig, aber auf der anderen Seite denke ich, man kann das auch mal 2-3 Tage über sich ergehen lassen. Ist Sommer und das Volk will feiern. Zur Not kann man ja mitfeiern oder wegfahren.
    In Saarbrücken rege ich mich auch immer über die Leute auf, die zur Vermeidung von Lärmbelästigungen am liebsten das ganze öffentliche Leben in der Altstadt um den St. Johanner Markt verbieten würden. Ist auch nicht so toll! Letztens wurden wir dort an einem lauen Sonntag abend um 23 Uhr (!!!) gebeten, unserer Plätze im Freien zu verlassen, weil ab dann dort Ausschankverbot herrscht. …und ich hab nicht gesungen ;-)

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