Die Katastrophe wird auch hier mir großer Aufmerksamkeit verfolgt.
Unter den Opfern befinden sich auch zwei junge Spanierinnen, je 22 Jahre alt, aus Tarragona, die in Deutschland ein Auslandssemester absolvierten. “Martha liebte Deutschland und die deutsche Sprache, dieses Erasmus-Semester war für sie ein Traum!” wird ein Kommilitone von ihr zitiert, der mit anderen Studenten zu einer spontanen Trauerfeier in Tarragona geeilt war. Martha hatte in Münster/Westf. studiert.
Zufällig traf ich gestern Abend eine Freundin, die als ehemalige leitende Polizistin früher auch für die Organisation von Großveranstaltungen zuständig war. Sie war entsetzt, dass es in unseren Zeiten noch solche Fehlplanungen wie in Duisburg geben kann.
Ja, es hat es selbst auf die Titelseite der L.A. times geschafft. Wirklich schwer zu glauben, dass es bei diesen strengen Regularien bezueglich Massenveranstaltungen zu einem solch dramatischen Fuck Up (entschuldigt die harten Worte) kommen kann.
Bin mal auf die Folgen gespannt. Die Baubehörde hat den Veranstalter explizit von verschiedenen Pflichten befreit wie es scheint, z.B. der Mindestbreite von Fluchtwegen.
Ja, leider sieht es so aus, dass sich jeder sein Hintertürchen offen gehalten hat, zB. über eine Zulassung für “nur” 250.000 Besucher und ähnlich.
…wie man auf die Idee kommen kann, den einzigen Eingang und Ausgang solch einer Veranstaltung durch einen 15 Meter breiten Tunnel zu führen, wird mir ewig ein Rätsel bleiben…es gab nicht mal eine Trennung von Ein- und Ausgang! Ich glaube jeder Kreisliga-Fußballverein hat höhere Auflagen an Fluchtwege zu erfüllen.
Bei jedem Bundesliga-Fußballspiel sind die Ein- und Ausgänge größer und hier wurden 20 bis 25 mal soviele Menschen erwartet…
Ich bin auch nicht der Meinung, daß hier Rücktritte irgendwelcher Dilettanten ausreichen. Meiner Meinung nach müsen für diese Versäumnisse auf Verwaltungsebene die Verantwortlichen eine Gefängnisstrafe erhalten und zwar nicht nur auf Bewährung!
Kann ich Dir nur zustimmen, wenn Du mal überlegst, dass offensichtlich die Genehmigung Samstags (!!) erst erfolgt ist. Seit wann arbeitet man bei der Stadt und bei der UBA Samstags? Das stinkt doch zum Himmel!
Es soll j auch ein(e) Mitarbeiter(in) (weiß nicht mehr genau das Geschlecht) aus dem Bauamt versetzt worden sein, weil er/sie die Unterschrift unter die Genehmigung nicht leisten wollte. Alles sehr seltsam ….