Dann ist es wenigsten für was gut…

10. März 2010

Heute haben wir entgegen der ursprünglichen Voraussage keinen Regen, sondern strahlend blauen Himmel, aber es ist sehr kalt, nicht über 5 Grad im Schatten, sehr starker Wind stellenweise, da bleibt man im lieber drinnen.

Die Rekordregenfälle dieses Jahres haben auch was gutes, nämlich dass die Auffüllung der Wasserreservoirs in Rekordzeit stattfindet, hier eine Grafik dazu:

Wasserstände

Die gepunktete Linie ist der Durchschnittsverlauf der letzten 10 Jahre, die schwarze Linie ist 2009 und die rote dieses Jahr. Wie ich schon sagte. wenigstens für etwa gut-… :-)

PS.: Weitere Informationen auf Spanisch hier

Der Winter ist bald vorbei! ++UPDATE++

08. März 2010

Ich weiß wie es in Deutschland aussieht, von wegen Schnee und so, und auch hier ist es viel zu kalt, heute morgen 4 Grad und Regen, 20 Grad wären eher normal Anfang März, aber es ist wie es ist.

Aber die einheimische Bevölkerung fängt immerhin schon an, ihre Skier zu entsorgen.

Skier

Das wird wohl noch eine Skigegend hier.

Die einen stellen sie zum Verkauf ins Schaufenster eines leer stehenden Ladens, von denen wir hier ja krisisbedingt jede Menge haben, die anderen schmeißen sie gleich in die Mülltonne.  Wenn das kein Zeichen ist?

Aber warum sind da noch die Geschenkbänder dran? Wurde die etwa gar nicht benutzt? Wo wir doch auf dem Hausberg drei mal Schnee hatten? Mein englischer Nachbar will ja diese Woche Skifahren gehen, im Landesinneren sei alles komplett zu geschneit und alle Lifte -  so vorhanden – in Betrieb.

Stiefmütterchen

So ganz wohl ist denen nicht

Aber die Stiefmütterchen im Park sind schon gepflanzt, auch wenn sie sich bei der Kälte offensichtlich noch nicht so richtig wohl fühlen, aber Kopf hoch, das wird dann schon bald! :-)

PS. Es ist nun offiziell: Dieser Winter war der regenreichste in Spanien seit Beginn der systematischen Wetteraufzeichnung (über 100 Jahre), und ein Ende der eins nach dem anderen von Atlantik hereinkommenden Tiefs ist nicht in Sicht.

UPDATE: Wie ich auf Barbaras Blog leider heute lesen musste, schneit es sogar an der Costa Brava wie verrückt. Ich hatte vorher schon von Andrea davon gehört, die auch dort lebt, haltet durch! ;-)

Zitronen

07. März 2010
Zitronenbaum

Zitronen...

Der Zitronenbaum will dieses Jahr alle Rekorde aufstellen. Dabei hat er an manchen Ästen so viele Früchte, dass ich dort Stützen anbringen musste, damit die Äste selber nicht abbrachen. Ich ernte fleißig, aber niemand will die Früchte haben, denn jeder hat selber einen Limonero im Garten.

Im Überfluss

...Zitronen....

Folglich gibt es zur Zeit alles mit Zitronen: Huhn in Zitronen-Kokos Soße, Gebratenes mit Thymian-Zitronen Aroma, Fisch mit Zitronenfüllung und so weiter. Mal sehen, wie lange ich das noch durchhalte.

Sauerlimo

...Zitronenlimo

Oder selbst gemachte Zitronenlimo,  die mir allerdings immer zu sauer gerät. Aber  sauer macht lustig, kann ich gebrauchen, bei dem miserablen Wetter da draußen.

Alle Jahre wieder…

05. März 2010

Nein, es waren nicht die ersten dieses Jahr, aber die ersten, die nach was geschmeckt haben. Und weil draußen das Wetter so garstig ist, hab ich mich mit ein paar roten Fraisones und kräftig Schlagsahne verwöhnt.

Erdbeere

Lecker spanische Erdbeerchen...

Eingedenk der vielen Ermahnungen hab ich sie natürlich gründlich gewaschen, aber wahrscheinlich sind sie trotzdem noch giftig. He, aber die paar mal im Jahr! :-)

PS. Warum krieg’ ich manchmal die Sahne nicht ganz steif geschlagen? Obwohl alle Parameter gleich sind? Temperatur, Sorte, Quirl…. seltsam!

Heut hab ich was für Griechenland getan!

04. März 2010

Nein. ich habe nicht die Anleihe gezeichnet, sowas mach ich nicht. Aber ich habe eine leckere Dorade gekauft, zubereitet und gegessen, und da sie aus einer griechischen Aquakulturfarm stammte, habe ich auch etwas für Griechenland getan, nämlich deren Außenhandelsdefizit verringert.

Ich finde es erstaunlich, wie sehr die deutschen Mainstreammedien ausschließlich die griechische Korruption für das ganze Schlamassel verantwortlich machen. Immerhin kann man es auch so sehen, dass gerade Deutschland einer der Hauptschuldigen an der verfahrenen Situation ist.

Die deutsche Sparpolitik, die sinkenden Lohnstückkosten und nicht zuletzt die aus den sinkenden Reallöhnen sich zwangsweise ergebende Konsumverweigerung spielt bei allen vier sogenannten PIGS Staaten* eine entscheidende Rolle.

Lesematerial:

Telepolis
Washington Post
Nachdenkseiten

*Dieser Ausdruck ist doch an sich schon eine Frechheit….

Übergewicht

03. März 2010
Glaub’s oder glaub’s nicht, aber laut BMI bin ich übergewichtig!

Ich hab einen BMI von 25,45 – bei 25 fängt das Übergewicht an. Ich finde das so pervers, wie im Prinzip die ganze Bevölkerung ver*rscht wird, indem ein Maßstab hier für verbindlich erklärt wird, der schlicht und einfach Schwachsinn ist, und den die meisten nur erreichen können, wenn sie  sich aushungern.

Inzwischen rührt sich ja endlich mal Widerstand wie man hier und hier nachlesen konnte.

Höchste Zeit, dass sich da mal was ändert. Bei mir hat sich auch im Geschmack was geändert, mir gehen diese ganze ausgehungerten Modells dermaßen auf den Geist, dass ich zum Beispiel die Dove Werbung klasse finde.

Oder Chrystal Renn, um mal ein Modell zu nennen, das wirklich gut aussieht,  oder Annette! :-)

Zu fett!

Der Fön wurde eingeschaltet UPDATE

28. Februar 2010

Eigentlich kenne ich dieses Wetterphänomen  nur aus dem Sommer. Wenn es nach der abendlichen Abkühlung dann plötzlich wieder wärmer wird, weil ein heißer Wind von Festlandsockel weht. Manchmal steigt dann mitten in der Nacht und im Sturm die Temperatur wieder auf 33 oder 34 Grad. Und dann ist auch klar, warum ich das Fön nenne, denn man kommt sich vor,  als befände man sich im Strahl eines gigantischen Haartrockners.

Gestern Abend nun gab es so etwa ähnliches, auch wenn die Luft dieses mal wahrscheinlich eher aus Afrika kam. Während die Temperatur  so gegen acht schon auf ca. 16 Grad gefallen war, stieg sie mit dem Sturm, der um zehn einsetzte, immer weiter an. Kurz vor Mitternacht hatten wir 25 Grad!

Leider war gestern ein beliebter Tag zum “quemieren”, dem frühjährlichen Verbrennen der Gartenabfälle, und fast niemand hatte sich die Mühe gemacht, sein Feuer (wie vorgeschrieben) am Schluss mit Wasser abzulöschen. Wütend aufflammende Feuerhaufen waren das Ergebnis, als diese warmen Böen die Glut wieder anfachten, so dass ich und die Nachbarn mitten in der Nacht zur (un)freiwilligen Feuerwehr wurden, als wir mit Wassereimern zumindest die Feuer in unmittelbarer Umgebung löschten.

Die vielen anderen über das Tal verstreuten Gluthaufen wirkten im Dunkel der Nacht und dem Getöse des Sturms wirklich unheimlich, und ich überlegte, ob es wohl zu einem Brand kommen würde. Doch dann fiel mir ein, wie wohl die Spanier auf meine Besorgnis reagieren würden:  “No pasa nada!”

Und heute Morgen ist es auch zu sehen, es ist nichts passiert. :-)

Update: Nicht ganz, denn wie ich soeben vom Nachbarn erfahre, tauchte um halb zwei die Feuerwehr auf, die Guardia Civil hat die Caretera gesperrt, und man ging mit Feuerlöschern und Wasser gegen alle Brandherde vor. Ich weiß nicht, wer angerufen hat, aber nun bekommen wohl einige der Nachbarn einen ziemlich empfindlichen Strafzettel!

Und das nicht ganz zu unrecht, denn wenn… hier ein paar Bilder vom letzten Brand 1994 (alle Bilder klickbar):

^Feuer

Nachts um 2 Uhr

Feuer

Es kommt näher

Löschflugzeug

Löschflugzeug im Einsatz

Wüste

Der Morgen danach

Heute Mandelblüte

So sieht das heute aus (nicht genau der gleiche Bildausschnitt)

Bratpfannen II

26. Februar 2010

In fast jedem Hobby, dem die Menschen frönen, trifft man diesen Zeitgenossen, meistens aber nicht immer männlich, der glaubt, mit besonders teurer und trickreicher Ausrüstung seine Leistung verbessern zu können.

Ob das das achttausend Euro teure Carbonfiberfahrrad ist, dessen Komponenten der wahre Aficionado gebetsmühlenartig aufsagen kann, oder die viertausend Euro teure Brettgitarre, die  in Wirklichkeit von ausgebeuteten Koreanern in 14 Stunden-Schichten zusammengebaut, aber mit einem US Logo versehen wurde.

Auch im Tennis gibt es die, die aus ihren Schlägern eine wahre Wissenschaft machen, bis hin zu magischen Ritualen beim Bespannen. Als dann vor ein paar Jahren auch noch angeblich aktiv in den Spielprozess eingreifende kleine Chips auf den Markt kamen, die, auf den Griff geklebt,  angeblich den Return verbessern und vor dem berüchtigten Tennisarm* schützen sollten, da ereignete sich in einem kleinen Städtchen im Saarland eine Geschichte, die zu schön ist um wahr zu sein, vielleicht ist sie auch gar nicht wahr, aber dann ist sie immerhin zu schön, um nicht erzählt zu werden.

Jedenfalls saß man im Clubheim des Tennisclubs beisammen, das obligatorische Glas Karlsberg in der Hand, als wieder einmal eine verbale Materialschlacht begann. Jeder übertraf den anderen mit den Features seines Rackets, und dies hier noch und das, was den Topspin verstärkt und was weiß ich noch alles.

Einzig der ehemalige Bundesligaspieler, nun Trainer einer Weltranglistenspielerin und eigentlich nur zu Besuch, saß stumm da und schüttelte unablässig den Kopf ob dieser unfassbaren Aufschneiderei. Nach einigen vergeblichen Versuchen, die Technikgläubigkeit der Andern in Frage zu stellen, platzte ihm schließlich der Kragen: “Ihr spinnt doch alle mit eurem teuren Schnickschnack. Spielen muss man können in erster Linie, das ist, worauf es ankommt. Euch schlag ich doch alle noch mit einer Bratpfanne.”

Nun, einer solchen Herausforderung konnte man schlecht widerstehen, und so wurde ein Termin vereinbart und der Clubmeister mit seinem elektronisch verstärkten Spezialracket trat gegen einen Ex-Profi mit einer Bratpfanne an – und verlor haushoch!

Ich  möchte mich nicht dafür verbürgen, dass es sich wirklich in Deutschlands ehemals größtem Dorf genau so zugetragen hat, aber immer, wenn ich mich dabei ertappe, wie ich anfange, die Ausrüstung eines andere Gitarristen neidvoll zu betrachten, denk ich mir schnell im Stillen:  “Das spiel’ ich doch mit der Bratpfanne”

Gitarren

Meine Babies.. :-)

* Der sogenannte Tennisarm ist ein Krampf und kein Entzündung, was sich leider immer noch nicht zu der Mehrheit des Ärzte herumgesprochen hat.  Die (dauerhafte) Heilung besteht aus einigen ganz einfachen isometrischen Übungen, die man leicht mehrmals am Tag durchführen kann und die innerhalb kurzer Zeit nachhaltig helfen. Ich war damals, als ich hier am Haus ca. 40 oder mehr Tonnen Kies und Dreck geschippt habe, selbst ein Tennisarmpatient und kann die Wirksamkeit der Übungen aus eigener Erfahrung voll bestätigen. Bei Bedarf kurze Email, ich schicke dann eine kostenloses Übungsblatt mit der Anleitung per PDF.

Über Bratpfannen

25. Februar 2010

Beschichtete Bratpfannen sind des Teufels. Ab in die Tonne damit, wenn Du noch eine hast, oder benutze sie als Tennisschläger*. Aber brate nicht damit. Punkt.

Aber was ist die Alternative? Stahl! (Kein Edelstahl!)

Stahlpfannen sind das non plus ultra, frag mal die Profiköche, ja, geh mal in eine gute Restaurantküche und schau Dir an, was da benutzt wird: Stahlpfannen.

Und wenn man sie eine Weile benutzt hat, dann sieht die Pfanne idealer weise ungefähr so aus:

Stahlpfanne
So eine Pfanne “läuft”, sagt der Fachmann, da klebt nichts an!

Was der Laie für Schmutz halten könnte ist eine Schicht aus eingebranntem Kohlenstoff, die wie eine Antihaftbeschichtung wirkt aber noch viel besser ist, denn sie verleiht dem Bratgut Geschmack, und darauf kommt es ja schließlich an, oder?

Doch auch einer Stahlpfanne ist es mal zuviel, dann wird diese Schicht so dick, dass sie anfängt  abzublättern, und das ist nicht schön. Eine beschichtete Pfanne schmeißt man in diesem Moment weg.

Nicht so ein Stahlpfanne. Die Stahlbürste auf die Bohrmaschine geschraubt und mal eine halbe Stunde geschrubbt, und schon hat man die alte “Beschichtung” entfernt. Die edle Pfanne glänzt wie am ersten Tag, frisch aus der Fabrik.

Stahlpfanne

Neu und glänzend wie aus der Fabrik

Doch das ist nur die Hälfte der Überholung. Denn die Pfanne muss nun erneut wieder eingebrannt werden. Dazu schält man eine ganze Kartoffel in dünne Scheiben, tut etwas Öl in die Pfanne und brät das alles lange und heiß, bis die Kartoffelschalen ziemlich schwarz sind und die Pfanne ihren jungfräulichen Silberglanz wieder verloren hat. Fertig.

Stahlpfanne

Die Kartoffeln sind nicht zum Essen, nach dem Braten wegschmeißen!

Nun darf kein Spülmittel mehr an die Pfanne, sondern nur Wasser als Reiniger, die dünne Ölschicht muss immer erhalten bleiben. Guten Appetit!

Stahlpfanne

Schon dunkler, nach ein paar Wochen sieht sie aus wie in Bild 1

Und das mit dem Tennisschläger, das erkläre ich vielleicht morgen oder übermorgen… ;-)

Brennholz

24. Februar 2010

Bei zwanzig Grad Holz schichten, hm. Kommt man sich schon ein wenig komisch vor, auch wenn der Verstand immer sagt, warte nur ab, heute Abend schon bis du wieder froh, wenn der Ofen brennt, denn Nachts wird es immer noch schön kalt, gerade, wenn der Himmel so wolkenlos ist wie zu Zeit.

Holz

Dies mal sortiert nach Größe und Art