“Die Fehler sind alle schon da, sie müssen nur noch gemacht werden.”
Diesen Satz hat mein Freund Tom Penninger als Motto über seinem Blog stehen. Und an diesen Satz musste sofort denken, als ich gestern in El Pais las, dass nun möglichst schnell die ganze RENFE (DiIe spanische Eisenbahn) privatisiert werden müsse. Wer das fordert? Der spanische Verkehrsminister (PP) Die üblichen Folgen sind bekannt und werden sich auch in Spanien wiederholen.
Seinen Ärger über die Auswirkungen der Bahn – Privatisierung hat sich ja gerade erst der Ökonom Alexander Dill von der Seele geschrieben.
Bleibt mir nur noch, ein Zitat aus einem Interview hinzuzufügen, das ich heute gelesen habe:
RS: Noch einmal kurz zur europäischen Austeritätspolitik: Glauben Sie, dass diejenigen, die äußerste Sparsamkeit fordern – ich denke Merkel und Schäuble sind hier die Übeltäter -, meinen Sie dass diese Leute wirklich überzeugt sind, dass das helfen wird?
JG: Ich kenne die Kanzlerin Merkel nicht, und ich kenne auch nicht Herrn Schäuble. Ich kann Ihnen nur sagen, dass man politisches Führungspersonal grundsätzlich nicht verdächtigen sollte, das, was es sagt, auch zu meinen.
RS: Ich meine, es sollte doch eigentlich offensichtlich sein, dass das nicht funktionieren wird. Unsere Spekulation folgt ja mehr der Idee, dass diese Krise eine schöne Gelegenheit bietet, die man nicht verschenken sollte, sich sozialer Programme zu entledigen und Regierungen zu beschneiden – ganz so wie die Republikaner in den Vereinigten Staaten das tun.
JG: Das ist eine Hypothese mit einem gewissen Maß an Erklärungskraft.
Das stammt aus einem Interview Von Roger Strassburg mit dem amerikanischen Ökonomen James K. Galbraith, den ganzen Text findet man hier.