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Ich hoffe, ihr habt alle schon FB Aktien reserviert?

Neee, Quatsch beiseite.  “Spinnen die?” dachte ich heute morgen, als ich endlich mal Zeit hatte, mich über den FB Börsengang zu informieren. Das erinnert nicht nur an die dot.com Bubble, das ist schon wieder eine.  Ich muss zugeben, 1.oo0.oo0.000$ Gewinn bei nur 3,500.000.000$ Umsatz, das ist ein Umsatz/Gewinn Verhältnis, das sonst nur mit Drogenhandel oder Zwangsprostitution und ähnlichem erzielt werden, kann. Oder eben einer Bank, ich sagte ja ähnlichem.

Dieses mal kann ich mir den Hype noch nicht einmal mir reiner Gier erklären. Es ist doch so offensichtlich, als stünde es an der Wand geschrieben (pun intended).

Und wenn der Kurs dann bei 8$ steht wird das Gejammer und Wehklagen … ach, was soll’s!

Bauchgefühl

Wenn das Bauchgefühl nicht stimmt, da kann der Kopf diskutieren und Argumente liefern, es hilft alles nicht. Und so ging es mir mit dem Haus im Nachbardörfchen. Ganz anders, als ich es vor einem Jahr zum ersten mal sah. Da war mein erster Gedanke: ” Klasse, hier möchte ich wohnen!”

Doch man kann nicht zwei mal in den selben Fluss steigen, nun passt das Haus einfach nicht mehr. Und dennoch habe ich mich selber mit Argumenten dazu überredet zuzusagen.  Gegen mein Bauchgefühl. Dann kam die Email vom potentiellen Vermieter, in der er mich schon bei der allerersten Zahlung über den Tisch ziehen wollte. Und das war’s dann. Das war mir Zeichen genug, sofort abzusagen und meine Umzugspläne erst mal auf Eis zu legen.

Die Situation hier in Spanien ist so trostlos und fern jeglicher Perspektive, dass ich im Prinzip entschlossen bin, die Gegend zu verlassen. Wenn ich eine Idee hätte wohin, wäre ich schon längst fort. In so einer Situation zieht man nicht noch mal lokal um. Also sitze ich hier und denke nach, wo es denn hin gehen soll. Ich werde hier berichten!

Frühling – Die erste Rosenblüte des Jahres

Obstakel oder Obstacle

Ich weiß gar nicht, ob es überhaupt ein deutsches Wort ist, aber auf dem Weg zur neuen Wohnung ist ein Obstakel aufgetaucht, dass sich wahrscheinlich nicht umgehen lässt. Ich werde berichten.

“Mit korrupten Parteien kann man koalieren, weil wir alle korrupt sind.”

Wie die Medien eine korrupte und tote Partei in den Landtag geschrieben haben.

Weitere Info auch über die Wahl in Frankreich heute auf den Nachdenkseiten

Heute!

http://www.defectivebydesign.org/dayagainstdrm

Guck mal, unser Dörfchen!

Unser Gemeinderat hier in Jalon überraschte alle, als er als erstes Kommunalparlament in ganz Spanien einen Antrag zur Verurteilung der Regierung Rajoy und seines gesamten Kabinetts verabschiedete.  Die weitgehende Demontage des Sozialstaates, der Bildungssysteme und praktisch aller dem Wohlstand und Fortkommen der Gesellschaft gewidmeten Einrichtungen schädige das ganze Land und seine Bewohner.

Der Sprecher der PSOE (Sozialdemokraten) Fraktion Fernando Mengual war der Ideengeber und er hatte vor der Versammlung eine Vereinbarung mit den Mitgliedern des Bloc (Regionalisten) und der Unabhängigen getroffen.

Immerhin findet dieser Beschluss die Zustimmung aller Abgeordneter (außer der semifaschistischen PP, die in Madrid ja seit kurzem regiert) und muss deshalb zur Beratung in den Congress weitergeleitet werden.

 

PS. Runde Zahl tataaa… 1200 Artikel habe ich schon geschrieben

Alle Fehler sind schon da….

“Die Fehler sind alle schon da, sie müssen nur noch gemacht werden.”

Diesen Satz hat mein Freund Tom Penninger als Motto über seinem Blog stehen. Und an diesen Satz musste sofort denken, als ich gestern in El Pais las, dass nun möglichst schnell die ganze RENFE (DiIe spanische Eisenbahn) privatisiert werden müsse. Wer das fordert? Der spanische Verkehrsminister (PP) Die üblichen Folgen sind bekannt und werden sich auch in Spanien wiederholen.

Seinen Ärger über die Auswirkungen der Bahn – Privatisierung hat sich ja gerade erst der Ökonom Alexander Dill von der Seele geschrieben.

Bleibt mir nur noch,  ein Zitat aus einem Interview hinzuzufügen, das ich heute gelesen habe:

RS: Noch einmal kurz zur europäischen Austeritätspolitik: Glauben Sie, dass diejenigen, die äußerste Sparsamkeit fordern – ich denke Merkel und Schäuble sind hier die Übeltäter -, meinen Sie dass diese Leute wirklich überzeugt sind, dass das helfen wird?

JG: Ich kenne die Kanzlerin Merkel nicht, und ich kenne auch nicht Herrn Schäuble. Ich kann Ihnen nur sagen, dass man politisches Führungspersonal grundsätzlich nicht verdächtigen sollte, das, was es sagt, auch zu meinen.

RS: Ich meine, es sollte doch eigentlich offensichtlich sein, dass das nicht funktionieren wird. Unsere Spekulation folgt ja mehr der Idee, dass diese Krise eine schöne Gelegenheit bietet, die man nicht verschenken sollte, sich sozialer Programme zu entledigen und Regierungen zu beschneiden – ganz so wie die Republikaner in den Vereinigten Staaten das tun.

JG: Das ist eine Hypothese mit einem gewissen Maß an Erklärungskraft.

Das stammt aus einem Interview Von Roger Strassburg mit dem amerikanischen Ökonomen James K. Galbraith, den ganzen Text findet man hier.

Die Länder holen sich ihre Ressourcen zurück – Teil II

Bolivien  hat heute die Enteignung der Firma REE (Red Eléctrica Española) angekündigt. Nach der Verstaatlichung der  argentinischen Repsol Anteile ist das schon die zweite größere Enteignung in Lateinamerika in kurzer Zeit.

Wenn Monsanto großflächig indische Bauern enteignet, weil sie den seit Jahrhunderten existierenden und angebauten Basmati Reis plötzlich unter Copyright stellen, dann finden das unsere Freunde (?) aus Politik und Wirtschaft völlig selbstverständlich. Wenn sich aber ein Volk sich seine Ressourcen zurückholt, die ihm vorher mit Hilfe von IMF und Weltbank weggenommen wurden, dann ist die Aufregung groß.

Ich empfehle in diesem Zusammenhang den Film “Let’s Make Money” von Erwin Wagenhofer. (Thanks RHfPE)

1. Mai 2012

Europa unter der Fuchtel einer nichts kapierenden Kanzlerin (bestenfalls, sonst bliebe nur noch böser Wille, z.B. auf Grund von Bestechung) und Spanien will heute ein Zeichen setzen. Über 80 Großdemos sind angemeldet. Ich werde gespannt den Tag verfolgen, wie es weitergeht.